Crotaphytus bicinctores


Synonym: Halsbandleguan, Mohave-Halsbandleguan, Black collared Lizard
Familie: Iguanidae
Gattung: Crotaphytus - Halsbandleguan
Art: Wüsten-Halsbandleguan - Crotaphytus bicinctores Smith & Tanner 1972
Herkunft: USA - Oregon, Idaho, Kalifornien, Nevada, Utah bis Arizona.


Allgemein:

Die neben C. collaris am meisten vertretene Art ist C. bicinctores. Sie stehen weder in ihrer Farbenpracht, noch in ihrem Verhalten anderen Halsbandleguan-Arten in irgendeiner Weise nach.Leider hängt gerade dieser Art bis heute der Makel als Echsenfresser an, was sie zweifelsfrei, wie übrigens alle Halsbandleguane, auch ist. Dies allerdings zu einem verschwindend geringenProzentsatz machen kleine Echsen und Kleinsäuger einen Teil der Nahrung aus. Wie aus der Literatur auch bekannt ist, ernähren sich C. bicinctores gelegentlich einmal von Beeren und Blüten,was auch nicht zwangsläufig dazu beigetragen hat, sie als Pflanzenfresser zu bezeichnen. Wer sich das natürliche, wenngleich auch lebensfeindliche Verbreitungsgebiet der Mohave-Halsbandleguane betrachtet, wird erkennen dass eben jede Nahrungsquelle überlebenswichtig sein kann.

Seit geraumer Zeit wächst die Schar der Liebhaber dieser äußerst attraktiven Echse ständig. Nachzuchten dieser agilen Leguane finden langsam aber sicher den Weg zu ihren Freunden. Die bisher als Sinnbild des Halsbandleguan betrachteten Collaris bekommen ernsthafte Konkurrenz.

Verbreitung:

C. bicinctores findet man von Südost-Oregon über Ost-Kalifornien, West-Idaho, Nevada, West-Utah und West-Arizona Die im Süden Kaliforniens befindliche Mohave Wüste ist maßgeblich an der Namensgebung (Mohave- Halsbandleguan) beteiligt. Dort lebt der agile Jäger in Steinhaufen, Geröllwüsten, trockenen Flussbetten, sowie in steinigen mit spärlicher Vegetation ausgestatteten Gebieten. Auch in den mehr als lebensfeindlichen Gebirgszügen vulkanischen Ursprungs haben diese Echse Einzug gehalten. Ihr Habitat breitet sich am weitesten bis Oregon und Idaho aus.

Erscheinungsbild:

Auffälligstes und markantestes Merkmal ist das kehlseitig geschlossene Halsband bei männlichen Exemplaren. Daran unterscheiden sich diese Männchen ganz eindeutig von C. collaris. Zwischen den beiden schwarzen Halsbändern befindet sich ein breiteres weißes Band, welches durch rosafarbene Markierungen leicht in einen fast lachsfarbenen Farbton übergeht. Die Kehlfarbe der Männchen ist ein kräftiger Blauton, der sich bis zum vorderen kehlseitig geschlossenen Halsband hinzieht. Rechts und links vom Kopf zeichnet sich ein wunderbares Netzmuster ab welches sich auch an der Seite des Unterkiefer abzeichnet. Die Kopfoberseite ist leicht bräunlich bis beige, jedoch ohne Markierungen oder Zeichnungen. Zudem verfügen männliche Exemplare über schwarze Inguinalflecken, die auf der Bauchseite vor den Hinterbeinen deutlich erkennbar sind und sich bei erwachsenen Tieren bis zu den Vorderbeinen seitlich hinziehen können. Die Färbung des Körpers ist eine graubraune bis olive Grundfarbe, die von orangefarbenen zu rötlich braunen Querbinden unterbrochen werden. Der gesamte Rücken sowie die Flanken sind mit weißen Sprenkeln besetzt. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist der seitlich abgeflachte Schwanz, der mit braunen Tupfen versehen ist. Auf der Oberseite ziert ein zeichnungsloser, in Grundfarbe bestehender Längsstrich etwa die Hälfte des Schwanzes, der dann zeichnungslos endet. Die Größe adulter Männchen wird mit 30-33 cm angegeben, wobei ich festgestellt habe, das die Größe in Richtung 32 cm eher anzusehen ist. Ein WF. Männchen in meinem Besitz misst bei einem Alter von ca. 7-8 Jahren gerade einmal 29 cm, wogegen ein Männchen aus DNZ die 30 cm bereits geschafft hat.
Bild "Menue:Bic01.jpg"Weibliche C. bicinctores unterscheiden sich ganz entscheidend durch die Tatsache, das sie ein offenes Halsband kehlseitig tragen. Die Kehle ist nicht durch einen blauen Fleck, der Kopf nicht durch ein ausgeprägtes netzartiges Muster gekennzeichnet, sowie die Gesamterscheinung ist nicht ganz so farbenfroh. Der gesamte Körperbau ist doch um einiges zierlicher und femininer. Auch für den nicht so sehr kundigen Halter sehr gut zuerkennen, dass eben bei Weibchen keinerlei Inguinalflecken vorhanden sind, sondern das die Bauchregion durch ein helles Grau gekennzeichnet ist. Eines der auffälligsten Merkmale der Weibchen von C. bicinctores sind nach der Verpaarung statt der üblichen Punkte oder Flecken wie bei C. collaris, sondern richtiggehende Querbinden im Bereich des Körpers.
Bild "Menue:Bic10.jpg"Im natürlichen Habitat dieser überaus attraktiven Echsen überschneidet sich das Vorkommen im Bereich Arizonas von C. bicinctores mit dem von C. collaris. Bedingt dadurch sind in der Natur bereits Mischformen dieser Arten gefunden worden. In heimischen Terrarien werden diese Arten mehr durch Unkenntnis oder züchterischem Ehrgeiz miteinander verpaart. Dies sollte jeder für sich selber entscheiden, jedoch werden durch Streuung dieser vermischten Arten immer einmal Mischlinge auftauchen, die aus anscheinend artreinen Tieren entspringen. Aus diesem Grunde organisieren sich die Liebhaber dieser Art immer mehr zu Interessengemeinschaften, mit der Zielsetzung, eben diese Art ein wenig bekannter zu machen, sowie den doch anhaftenden schlechten Ruf ein wenig aufzupolieren. Bisher fristeten sie eher ein Schattendasein hinter den bekannteren Collaris, jedoch empfinde ich dies in keinster Weise gerechtfertigt. Wer die Möglichkeit bieten kann, diesen tollen Tieren ein artgerechtes und großes Terrarium zu bieten, welches mit guter Beleuchtung ausgestattet ist, der wird ein wahres Wunderwerk an Bewegungsdrang erkennen. Bicinctores laufen im Gegensatz zu Collaris weitaus häufiger auf den Hinterbeinen, dies auch bei kurzen Sprints.


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