Nachzucht


Grundlagen für Nachzuchten:

Erstrebenswert und von wohl jedem Halter gewünscht, ist der Nachwuchs unserer Halsbandleguane. Jedoch ist es mehr als ratsam, sich vorher ausreichend zu informieren, ggf. auch eine Art Plan zu erstellen, um auch wirklich alle Gegebenheiten und Widrigkeiten nicht erst im Nachhinein zu überdenken.
Es ist nicht nur der Inkubator, den man sich zulegen muss, sondern einige andere nicht gerade kostengünstige Zusatzanschaffungen. In die Planung sollten unbedingt einige nicht unwichtige Dinge mit einfließen, begonnen von einer Analyse darüber, ob man gewillt ist, wenn die Vermittlung im privaten Umfeld nicht gegeben ist, sich die Mühen aufzubürden, evtl. auf einer Börse als Verkäufer seiner Tiere anzubieten. Was geschieht mit den Tieren, wenn sie nicht vermittelt werden, kann ich diese dann langfristig artgerecht halten. Dazu sei anzumerken, das männliche Exemplare spätestens mit Eintritt in die Geschlechtsreife getrennt werden müssen, was bedeuten kann, das sie u.U. mit angekauften Weibchen gehalten werden. Reine Männchengruppen können aufgrund territorialer Ansprüche nicht zusammen gehalten werden, von daher eher abzuraten. Diese Überlegungen sind bevor eine Gruppe Halsbandleguane angeschafft wird, tunlichst zu beachten.

Zur artgerechten Haltung bedarf es erst einmal einem Terrarium für die Schlüpflinge, dies ist mit Kosten für Anschaffung, Futter und Beleuchtung gekoppelt. Da es mehr als ein Gelege pro Jahr gibt, wird der weitere Ausbau von Terrarien nur eine Frage von Zeit. Als Alternative bietet sich nur das Entsorgen der Gelege an. Gerade in der Phase der Trächtigkeit und Aufzucht der Jungtiere ist der Faktor Futterkosten nicht unerheblich. Eben aus diesem Grunde ist eine eigene Futtertierzucht mehr als ratsam. Zum einen stehen Futtertiere in allen Größen zur Verfügung, zum anderen minimiert man die Futtertierbeschaffung sowie -kosten erheblich. Sobald sich der Halter über diese Dinge im Klaren ist, muss das Augenmerk auf einen guten Start gerichtet werden. Dazu gehört zuerst einmal die Auswahl der Tiere. Das größte Hindernis scheint die Bestimmung der Geschlechter zu sein, von daher zeige ich ein Beispiel auf.

Bild "Menue:Geronimo.jpg" Bild "Menue:Kloake_Mannchen.jpg"
Bei diesem noch jungen männlichen Collaris links sehr gut zu erkennen ist der Ansatz des Kehlfleckes, sowie das netzartige Muster am Hals.

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Rechts im Bild klar und deutlich erkennbar die Postanalschuppen sowie die vergrößerten Femoralporen.


Bild "Menue:Weibchen_Kehlregion.jpg"Bild "Menue:Weibchen_Koake.jpg"Auf der linken Seite die Kehlregion eines gut mit Pigmenten versehenes Weibchens. Dieses Punktmuster kann schon einmal mit der ähnlichen netzartigen Zeichnung eines jungen Männchens verwechselt werden, von daher gebietet es sich eben, alle Merkmale zu betrachten. Im rechten Bild die Kloakenregion dieses Weibchens, bei dem sehr gut zu erkennen ist, dass die Postanalschuppen sehr klein sind, die Femoralporen nicht vergrößert sind, sowie die Punkte rechts und links der Kloake, die aber nicht der Garant für ein zielsichere Geschlechtsbestimmung sein darf, da es Weibchen mit nur einem Fleck gibt, bei anderen sind diese nicht vorhanden.

Sobald alle Weichen für die Nachzucht gestellt sind, also der Erwerb von blutfremden Tieren, die möglichst in einer Gruppe von 1,2 gepflegt werden, kann oder darf man sich auf das Erlebnis Nachzucht einstellen. Auch hier gilt wieder der Hinweis - alle Überlegungen zweimal durchgehen. Nicht unerwähnt sollte aber auch bleiben, dass gerade Weibchen in der Fortpflanzungsphase ganz schön rabiat untereinander werden können. Da in der Terrarienhaltung die Weibchen zeitnah trächtig werden, verwundert es sicher auch nicht, dass sie eben auch zum identischen Zeitpunkt auch die Ablageschale aufsuchen. Eigenen Erfahrungen zufolge finden sich oft alle Weibchen in der gleichen Ablageschale wieder, egal wie viele man ins Terrarium eingebracht hat.


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